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Unfall mit dem Fahrrad: auch kleinere Kinder können haften

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Die Frage, wer haftet, wenn ein(e) Minderjährige(r) z.B. im Straßenverkehr einen Unfall verursacht, stellt sich immer wieder. Was viele nicht vermuten: auch Kinder unter 10 Jahren können für einen von ihnen verursachten Schaden haften, wenn sie verstehen können, dass ihr Verhalten negative Folgen haben könnte. So in einem Fall, den das Oberlandesgericht (OLG) Celle im Fall eines achtjährigen Mädchens entscheiden musste, das durch unachtsames Fahrradfahren am Gardasee in Norditalien Verletzungen bei einer Fußgängerin verursacht hatte (OLG Celle, Urteil v. 19.02.2020, Az.: 14 U 69/19).

Minderjährige haften anders als Erwachsene

Wer als Erwachsener vorsätzlich oder fahrlässig einen Schaden verursacht – z.B. einen Sachschaden oder einen Personenschaden durch einen Unfall –, haftet hierfür nach § 823 BGB und muss den entstandenen Schaden ersetzen. Das gilt für Minderjährige nicht immer in dieser Form. Gemäß § 828 Abs. 3 BGB haften Minderjährige nicht für Schäden, die sie vorsätzlich oder fahrlässig verursachen, wenn ihnen bei Begehung der schädigenden Handlung die zur Erkenntnis der Verantwortlichkeit erforderliche Einsicht fehlt.  

Bereits an der Formulierung der Regelung wird deutlich: In solchen Fällen kommt es immer stark auf die Umstände des Einzelfalls an. Außerdem kommt es auch darauf an, ob das Kind erkennen konnte, dass es für den eingetretenen Schaden verantwortlich ist. Ist das der Fall, haftet auch ein(e) Minderjährige(r) für Unfallfolgen.  

Frau stürzt auf Steg und ins Hafenbecken

Im Fall vor dem OLG Celle ging es um den Fall eines achtjährigen Mädchens, das im Urlaub mit seinem Fahrrad auf einer Uferpromenade am Gardasee in Norditalien fuhr. Die Eltern des Mädchens begleiteten das Mädchen und waren so weit von dem Kind entfernt, dass das Mädchen in Sichtweite war und auf Rufen der Eltern reagieren konnte.

Allerdings drehte sich das Mädchen beim Fahren für eine gewisse Zeit in Richtung der Eltern um und sah deshalb nicht, wo es hinfuhr. So steuerte es auf eine Fußgängerin zu. Die Eltern warnten das Mädchen zwar noch durch Rufen und das Mädchen konnte noch bremsen. Eine Fußgängerin hatte sich jedoch schon zuvor mit einem Sprung zur Seite in Sicherheit gebracht. Dabei stolperte die Frau und stürzte zunächst etwa einen Meter tief auf einen Steg aus Beton, von dort in das Hafenbecken.

In der Folge forderte die Frau von den Eltern des Kindes und dem Kind einerseits Schmerzensgeld, aber auch Schadensersatz für künftige Unfallfolgen wegen der Verletzungen aufgrund des Sturzes.

Kind haftet – keine Aufsichtspflichtverletzung der Eltern  

Da die Eltern und deren Versicherung nicht für den Schaden aufkommen wollten, klagte die Frau vor dem Landgericht (LG) Hannover, scheiterte dort allerdings mit ihrer Schadensersatzklage. Anders im Berufungsverfahren: das OLG Celle verurteilte jedoch nicht die Eltern des Kindes, sondern das Mädchen selbst zur Schadensersatzzahlung.  

Denn das Kind hätte in diesem konkreten Fall wissen müssen und erkennen können, dass es beim Radfahren nach vorne sehen muss, um keine Kollision mit anderen Personen zu riskieren. Das Mädchen würde immerhin schon mehrere Jahre mit dem Fahrrad im Straßenverkehr unterwegs sein und wüsste, dass es vorsichtig fahren müsse, um sich selbst und andere nicht zu schädigen. Insofern müsse das Kind auch für den Schaden haften, den es mit seinem Fehlverhalten verursacht hat.

Die Haftung der Eltern aus einer Verletzung ihrer Aufsichtspflicht über das minderjährige Mädchen sahen die Richter allerdings nicht: Die Eltern hätten ihr Kind entsprechend seiner Erfahrung und altersgerecht beaufsichtigt – immerhin waren sie in Ruf- und Sichtweite und konnten noch rechtzeitig eingreifen.

Folgen für die Praxis

Natürlich muss dennoch nicht das Kind selbst den Schadensersatz bezahlen, auch wenn es hier die rechtliche Verantwortung alleine traf. In einem solchen Fall kommt die Haftpflichtversicherung der Eltern für die Zahlung des Schadensersatzes und des Schmerzensgeldes auf.

Deutlich wird aber an diesem Fall: Nur weil ein Kind minderjährig ist, stehen nicht automatisch (auch) die Eltern in der rechtlichen Verantwortung, wenn sie das Kind korrekt beaufsichtigt haben und es dennoch zu einem Unfall kommt.

Sie haben Fragen zur Haftung von Minderjährigen, wenn es zu einem Unfall kommt? Kontaktieren Sie uns gerne telefonisch in Köln unter 0221/1680650 oder über unser Kontaktformular.

Tamara Stader
Rechtsanwältin
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